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Samstag, 9. März 2013

{Rezension: Das Buch der Bilder}

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Suzanne von Borsody liest Rainer Maria Rilke
 Das Buch der Bilder


"Nein, nein, vorstellen kann man sich nichts auf der Welt, nicht das Geringste. Es ist alles aus so viel einzigen Einzelheiten zusammengesetzt, die sich nicht absehen lassen.
Im Einbilden geht man über sie weg und merkt nicht, dass sie fehlen, schnell wie man ist. Die Wirklichkeiten aber sind langsam und unbeschreiblich ausführlich."
Rainer Maria Rilke

Einige seiner berühmtesten und eindrucksvollsten Gedichte hat Rilke für sein "Buch der Bilder" geschrieben: Herbsttag, Der Schauende, Die Stille, Der Lesende und Fortschritt.
Suzanne von Borsody veröffentlicht hier die erste geschlossene Aufnahme dieses Oeuvres. Mit ihrer gefühlvollen, klugen Interpretation eröffnet sie uns einen eigenen Zugang zur visionären Sprache dieses großen Dichters. Der musikalische Rahmen mit Saxophon und Harfe bringt Rilkes Bilder zum Leuchten und zum Klingen.

Gelesen von Suzanne von Borsody, ist dieses Hörbuch schon allein deswegen ein Muss. Nichts desto Trotz, ist es aber auch Rainer Maria Rilke der es immer wieder mit seinen Werken in mein Herz schafft. "Ja, ich sehne mich nach dir. Ich gleite mich, verlierend selbst mir aus der Hand, ohne Hoffnung, dass ich das bestreite, was zu mir kommt wie aus deiner Seite ernst und unbeirrt und unverwandt".  Du fühlst dich verbunden mit dem, was er schreibt, es scheint, als seien seine Personen dir so vertraut. Als sei man diese Person vielleicht sogar selbst.. Ich fühle, ich denke, ich würde... und Rilke schreibt es. Gelesen von Suzanne von Borsody bekommt dieses Hörbuch das besondere, verdiente Gefühl, das die Werke Rilkes aussprechen. Wer Suzanne von Borsody kennt, weiß auch um den gefühlvollen Ausdruck und der Wärme ihrer Stimme. Das Hörbuch ist im Februar 2013 im Herder Verlag erschienen und kostet 17,99 €. Die Gesamtspielzeit beträgt ca. 51 Minuten. Minuten, die mit romantisch-impressionistischer Musik wie im Fluge vergehen.

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